Geeignete Untergründe
Beton und Zementestrich, starre EP-Beschichtungen sowie Hartasphaltestriche im Innenbereich.
Der Untergrund muss eben, trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein. Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muss im Mittel 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unterschreiten Die Untergründe müssen ihre Ausgleichsfeuchte erreicht haben (Beton und Zementestrich: max. 4 CM-%). Hartasphaltestriche müssen mindestens der Härteklasse IC 15 entsprechen.
Untergrundvorbereitung
Der Untergrund ist durch geeignete mechanische Verfahren, wie z.B. Kugelstrahlen oder Diamantschleiftechnik, vorzubereiten. Nicht ausreichend tragfähige Schichten und Verschmutzungen müssen entfernt werden. Poren und Lunker sind zu öffnen, der Untergrund muss eine feinraue Struktur aufweisen.Bei Hartasphaltestrich muss der Zuschlagstoff nach der Vorbereitung zu mind. 75 % sichtbar sein. Starre EP-Beschichtungen gründlich reinigen und bis zum Weißbruch anschleifen bzw. matt strahlen.
Materialzubereitung
Komponente A aufrühren. Komponente B der Komponente A zugeben, mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min) intensiv mischen. Material in ein anderes Gefäß umfüllen (umtopfen) und nochmals gründlich mischen (nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten). Gegebenenfalls langsam die erforderliche Menge DisboADD® 947 einrühren.
Mischungsverhältnis
Komp. A : Komp. B = 84 : 16 Gewichtsteile
Auftragsverfahren
Je nach Anwendung mit Pinsel, mittelfloriger Walze (11 mm Polyamid) oder Airlessgerät (ohne Filter, mind. 50 bar, Düse: 0,015–0,017 inch, Spritzwinkel: 45 °, Nachrollen wird empfohlen). Auf gleichmäßige Schichtdicken achten, da sonst Glanzunterschiede auftreten können. Auf zusammenhängenden Flächen immer Material einer Charge einsetzen.
Beschichtungsaufbau
Grundierung
Stark saugende Untergründe mit DisboFLOOR® W 443 pure oder DisboFLOOR® 420 E.MI PLUS grundieren. Normal oder schwach saugende Untergründe können alternativ mit DisboFLOOR® W 442 pure, 5–10 % mit Wasser verdünnt grundiert werden. Nichtsaugende Untergründe wie Altanstriche und Hartasphalt unverdünnt grundieren.Zur Egalisierung von Rautiefen kann eine Kratzspachtelung eingesetzt werden:Siehe Technische Information DisboFLOOR® 420 E.MI PLUS oder DisboPOX® W 453Für kleinere Fehlstellen und Unebenheiten Spachtelmasse herstellen aus:DisboFLOOR® W 442 pure: 1 Gew.-Teil.DisboADD® 942 Mischquarz: 1 Gew.-Teil.
Versiegelung
Zwischen- und Schlussanstrich unverdünnt auftragen. Zur Erzielung einer rutschhemmenden Oberfläche dem Schlussanstrich bis zu 5 Gew.-% DisboADD® 947 Glasperlen fine zugegeben.
Oberflächengestaltungen
DisboADD® 8255 Farbchips 1 - 2 mm, DisboADD® 948 Farbchips 2 - 4 mm (nach Trocknung mit DisboPUR® W 458 versiegeln)DisboADD® 950 Marmor-Effektspray
Verarbeitbarkeitsdauer
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ca. 90 Minuten. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit. Das Topfzeitende ist optisch nicht erkennbar.
Verarbeitungsbedingungen
Die Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur muss min. 10° C betragen und darf 30° C nicht überschreiten. Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur muss immer min. 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.Während der Trocknungsphase von wässrigen Beschichtungen für ausreichende Be- und Entlüftung sorgen. Zugluft sollte jedoch vermieden werden. Uneinhetilcher Materialauftrag, hohe Luftfeuchtigkeit sowie das Abweichen von den zulässigen Verarbeitungsbedingungen können zu optischen Beeinträchtigungen führen.
Wartezeiten
Die Wartezeiten zwischen den Arbeitsgängen sollten bei 20° C min. 12, max. 48 Stunden betragen.Bei längeren Wartezeiten, muss die Oberfläche des vorangegangenen Arbeitsganges angeschliffen werden. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt, durch niedrigere verlängert.
Trocknung/Trockenzeit
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 12 Stunden begehbar, nach ca. 7 Tagen vollständig mechanisch und chemisch belastbar. Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger. Während des Aushärtungsprozesses aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit/Kondensat schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderungen auftreten können.
Werkzeugreinigung
Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser.