Geeignete Untergründe
- Mineralische Untergründe, z.B. Putze ab CS II nach DIN EN 998-1 (Druckfestigkeit mind. 1,5 N/mm2) bzw. ab PII nach DIN 18550
- Organisch gebundene Unterputze und Spachtelmassen
- Gipsplatten (GK-Platten) innen
- Für Capadecor VarioPutz: festhaftende Rauhfaser bzw. Glasgewebe, sowie leicht bis mittel strukturierte Putze im Innenbereich
- Einsetzbar in WDVS und VHF, im Massivbau und in der Sanierung
Untergrundvorbereitung
Die Untergrundprüfung erfolgt in Anlehnung an die Fachregeln Nr. 20 und 20.1 vom Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V. (BFS). Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.Auf die Technische Information Nr. 650 von Caparol "Untergründe und deren Vorbehandlung" wird verwiesen.
Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Beschichtung erfolgt nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.
Schutzmaßnahmen:
Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.
Reinigung der Untergründe:
Verschmutzte Bereiche reinigen, nicht tragfähige Schichten mit geeigneter Methode entfernen. Gesetzliche Vorgaben beachten. Bei Behandlung mit Wasser ausreichende Trockenzeiten einhalten.
Mögliche Verfahren (nicht abschließend):
- Reinigung trocken: Abkehren, Abbürsten.
- Druckwasserstrahlen: max. Temperatur 60° C, max. Druck 60 bar.
- Reinigung mechanisch: Abbeizen, Abschleifen, Abschaben, lokaler Rückbau etc.
Die Wartezeit zur Überarbeitung neuer Putze ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich. Die Angaben beziehen sich auf 20° C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen zur Orientierung.
- Neue mineralische Putze: mind. 1 Tag pro mm Unterputzdicke, jedoch mind. 5 Tage. Längere Wartezeiten reduzieren das Risiko von Kalkausblühungen.
- Neue pastöse (organischen) Putze: nach vollständiger Durchtrocknung, mind. 2-3 Tage.
Alte mineralische Putze, Beton, mineralische Beschichtungen:
Grob porös, saugend, leicht sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund.
Stark sandend, mehlend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.
Alte, pastöse matte Beschichtungen:
Stark saugend, kreidend, sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.
Gipsplatten (GK-Platten):
Spachtelgrate abschleifen. Geschliffene Gipsspachtelstellen sowie die Gipskartonplatten mit OptiSilan TiefGrund, CapaSol RapidGrund oder Sylitol RapidGrund 111 grundieren. Bei stärkerem Saugverhalten eine Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit Caparol-Filtergrund grob. BFS-Merkblatt Nr. 12, Teil 2 beachten.
Hinweis Q2/Q3 Spachtelung / dünne Gipsschichten < 0,5 mm:
Bei Verwendung gipshaltiger, hydraulisch abbindender Spachtelmassen in der Qualitätsstufe Q2/Q3 wird eine transparente, wässrige Grundierung empfohlen. Auf das Merkblatt Nr. 2 -9/2020 "Haftfestigkeitsstörungen von Beschichtungen auf verspachtelten Gips(karton)platten" vom Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und dem Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz wird verwiesen. Alternativ zur gipshaltigen Q3 Spachtelung haben sich Spachtelungen mit pastösen Spachtelmassen bewährt.
Auftragsverfahren
Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten.
Auftrag mit Pinsel / Rolle
Material gut aufrühren. Mit max. 10 % Wasser auf Verarbeitungskonsistenz verdünnen.
Airless-Spritzverfahren
Material gut aufrühren. Mit max. 10 % Wasser auf Verarbeitungskonsistenz verdünnen.
Maschinentechnik: Leistungsstarke Airless-Geräte, z.B. Airless-Heavy, Duty/Heavy, Coat/Textspray
Düse: 0,027"– 0,031"
Spritzdruck: 100 – 120 barEin leichtes Nachrollen der noch nassen Beschichtung bzw. Kreuzschlag mit einer Bürste werden empfohlen. Eine nebelfreie Verarbeitung ist nicht gewährleistet. Das Spritzen ist nur unter Beachtung der Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften erlaubt.
Airless-Spritzverfahren
Material gut aufrühren und durchsieben.
Spritzwinkel: 50°
Düse: 0,027"– 0,031"
Spritzdruck: 100 – 120 bar
Ein leichtes Nachrollen der noch nassen Beschichtung mit einer Walze wird empfohlen.
Eine nebelfreie Verarbeitung ist nicht gewährleistet. Das Spritzen ist nur unter Beachtung der Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften erlaubt.
Verbrauch
Ca. 250-350 g/m2 pro Arbeitsgang auf glattem Untergrund.Auf rauen Flächen entsprechend mehr. Exakten Verbrauch durch Probebeschichtung ermitteln.
Verarbeitungsbedingungen
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5°C und über +30°C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.
Trocknung/Trockenzeit
Grund- bzw. Zwischenbeschichtungen müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken, Putz muss ausreichend abgebunden sein.Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich.
Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.
- oberflächentrocken nach ca. 3 Stunden
- überstreichbar nach ca. 12 Stunden
- durchgetrocknet und belastbar nach ca. 3 Tagen
Werkzeugreinigung
Sofort nach Gebrauch mit Wasser, unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften.
Hinweis
Horizontale Flächen konstruktiv schützen (z.B. durch Verblechung).