Capatect Putzgrund

Pigmentierte, quarzgefüllte Spezial-Grundierungfür außen und innen
€61,90
25kg
*(Netto export preis.)
**(Die Mindestbestellmenge beträgt 1 Palette.)

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Verwendungszweck

Griffige, deckende Spezial-Grundierung als haftvermittelnde Vorbeschichtung bei nachfolgenden Kunstharz-, Siliconharz-, Silikat- und Mineralputzen sowie Buntsteinputz-Beschichtungen in den Capatect Fassadensystemen.Für gut deckende, griffige Grundbeschichtungen auf tragfähigen, mineralischen Innenflächen und Gipsplatten (GK-Platten).
PutzGrund 610 ist auch als struktur­gebende und farbige Grundbeschichtung einsetzbar, der s.g. „Bürstenschlag", bei Lasurtechniken mit Arte-Lasur und Deco-Lasur und als Grund­beschichtung bei Capadecor VarioPutz.

Eigenschaften
- Erleichtert das Aufziehen und Struktuieren nachfolgender Beschichtungen für höhere Flächenleistung - - Herabsetzung der Wasseraufnahme des Untergrundes
- Hohes Haftvermögen und offenzeitverlängernd für nachfolgende Beschichtungen
- Verhindert das Durchscheinen der Armierung unter feinkörnigen Oberputzen
- Aufbrennsperre für mineralische und (dispersions-) silikatische Oberputze
- Wasserverdünnbar
- Lösemittel- und konservierungsmittelfrei

Materialbasis
Modifizierte, remineralisierende Kunststoffdispersion nach DIN 55945

Verpackung/Gebindegrößen
25 kg

Farbtöne
Weiß.

Glanzgrad
Reflektometerwert:
Klasse G3 (matt) nach DIN EN 1062-1
Messwinkel 85°, Anforderung ≤ 10

Lagerung
Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen. Angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.In original verschlossener Verpackung mindestens 24 Monate haltbar.

Technische Daten
Brandverhalten "nichtbrennbar" bzw. "schwerentflammbar" entsprechend dem Aufbau des jeweiligen Capatect Fassadensystems

Maximale Korngröße
Klasse S2 (mittel) nach DIN EN 1062-1
S < 300 µm nach EN ISO 787-7 oder EN 787-18

Dichte
ρ ≈ 1,6 g/cm3

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O
Kategorie V1 (hoch) nach DIN EN 15824
sd < 0,14 m nach DIN EN ISO 7783

Ergänzungsprodukte
PutzGrund 610 SPRINTER

Hinweis
Zu beachten sind die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / allgemeine Bauartengenehmigung und die Technischen Informationen der Systeme / Produkte.Die Angaben stellen Durchschnittswerte dar, die, bedingt durch den Einsatz natürlicher Rohstoffe, von Lieferung zu Lieferung geringfügig abweichen können. Die Angaben beziehen sich auf Weißware bzw. Standardware. Durch eine Abtönung sind Abweichungen möglich.

Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche
innen 1: +
innen 2: +
innen 3: +
außen 1: +
außen 2: +

Geeignete Untergründe

- Mineralische Untergründe, z.B. Putze ab CS II nach DIN EN 998-1 (Druckfestigkeit mind. 1,5 N/mm2) bzw. ab PII nach DIN 18550
- Organisch gebundene Unterputze und Spachtelmassen
- Gipsplatten (GK-Platten) innen
- Für Capadecor VarioPutz: festhaftende Rauhfaser bzw. Glas­ge­webe, sowie leicht bis mittel strukturierte Putze im Innenbereich
- Einsetzbar in WDVS und VHF, im Massivbau und in der Sanierung



Untergrundvorbereitung
Die Untergrundprüfung erfolgt in Anlehnung an die Fachregeln Nr. 20 und 20.1 vom Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V. (BFS). Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.Auf die Technische Information Nr. 650 von Caparol "Untergründe und deren Vorbehandlung" wird verwiesen.
Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Beschichtung erfolgt nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.

Schutzmaßnahmen:
Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.

Reinigung der Untergründe:
Verschmutzte Bereiche reinigen, nicht tragfähige Schichten mit geeigneter Methode entfernen. Gesetzliche Vorgaben beachten. Bei Behandlung mit Wasser ausreichende Trockenzeiten einhalten.

Mögliche Verfahren (nicht abschließend):
- Reinigung trocken: Abkehren, Abbürsten.
- Druckwasserstrahlen: max. Temperatur 60° C, max. Druck 60 bar.
- Reinigung mechanisch: Abbeizen, Abschleifen, Abschaben, lokaler Rückbau etc.

Die Wartezeit zur Überarbeitung neuer Putze ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich. Die Angaben beziehen sich auf 20° C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen zur Orientierung.
- Neue mineralische Putze: mind. 1 Tag pro mm Unterputzdicke, jedoch mind. 5 Tage. Längere Wartezeiten reduzieren das Risiko von Kalkausblühungen.
- Neue pastöse (organischen) Putze: nach vollständiger Durchtrocknung, mind. 2-3 Tage.

Alte mineralische Putze, Beton, mineralische Beschichtungen:
Grob porös, saugend, leicht sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund bzw. CapaSol RapidGrund.
Stark sandend, mehlend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.

Alte, pastöse matte Beschichtungen:
Stark saugend, kreidend, sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa-Putzfestiger.

Gipsplatten (GK-Platten):
Spachtelgrate abschleifen. Geschliffene Gipsspachtelstellen sowie die Gipskartonplatten mit OptiSilan TiefGrund, CapaSol RapidGrund oder Sylitol RapidGrund 111 grundieren. Bei stärkerem Saugverhalten eine Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit Caparol-Filtergrund grob. BFS-Merkblatt Nr. 12, Teil 2 beachten.

Hinweis Q2/Q3 Spachtelung / dünne Gipsschichten < 0,5 mm:
Bei Verwendung gipshaltiger, hydraulisch abbindender Spachtelmassen in der Qualitätsstufe Q2/Q3 wird eine transparente, wässrige Grundierung empfohlen. Auf das Merkblatt Nr. 2 -9/2020 "Haftfestigkeitsstörungen von Beschichtungen auf verspachtelten Gips(karton)platten" vom Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und dem Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz wird verwiesen. Alternativ zur gipshaltigen Q3 Spachtelung haben sich Spachtelungen mit pastösen Spachtelmassen bewährt.

Auftragsverfahren
Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten.

Auftrag mit Pinsel / Rolle
Material gut aufrühren. Mit max. 10 % Wasser auf Verarbeitungskonsistenz verdünnen.

Airless-Spritzverfahren
Material gut aufrühren. Mit max. 10 % Wasser auf Verarbeitungskonsistenz verdünnen.
Maschinentechnik: Leistungsstarke Airless-Geräte, z.B. Airless-Heavy, Duty/Heavy, Coat/Textspray
Düse: 0,027"– 0,031"
Spritzdruck: 100 – 120 barEin leichtes Nachrollen der noch nassen Beschichtung bzw. Kreuzschlag mit einer Bürste werden empfohlen. Eine nebelfreie Verarbeitung ist nicht gewährleistet. Das Spritzen ist nur unter Beachtung der Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften erlaubt.

Airless-Spritzverfahren  
Material gut aufrühren und durchsieben.
Spritzwinkel: 50°
Düse: 0,027"– 0,031"
Spritzdruck: 100 – 120 bar

Ein leichtes Nachrollen der noch nassen Beschichtung mit einer Walze wird empfohlen.
Eine nebelfreie Verarbeitung ist nicht gewährleistet. Das Spritzen ist nur unter Beachtung der Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften erlaubt.

Verbrauch
Ca. 250-350 g/m2 pro Arbeits­gang auf glattem Untergrund.Auf rauen Flächen entspre­chend mehr. Exakten Verbrauch durch Probe­beschich­tung ermitteln.

Verarbeitungsbedingungen
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5°C und über +30°C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.

Trocknung/Trockenzeit
Grund- bzw. Zwischenbeschichtungen müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken, Putz muss ausreichend abgebunden sein.Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich.
Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.

- oberflächentrocken nach ca. 3 Stunden
- überstreichbar nach ca. 12 Stunden
- durchgetrocknet und belastbar nach ca. 3 Tagen

Werkzeugreinigung
Sofort nach Gebrauch mit Wasser, unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften.

Hinweis
Horizontale Flächen konstruktiv schützen (z.B. durch Verblechung).



Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich. Für gewerbliche/industrielle Anwendungen. Beschichtungsstoff ist stark alkalisch. Haut und Augen sind deshalb vor Farbspritzern zu schützen. Entsorgung: Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Waschwasser darf nicht in die Kanalisation/Umwelt gelangen.GISCODE: BSW40. EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l . Dieses Produkt enthält max. 1 g/l VOC.Deklaration der Inhaltsstoffe nach VdL-Richtlinie 01: Polyacrylatharz, Alkaliwasserglas, Calciumcarbonat, Silikate, Wasser, Additive.

Technische Beratung
Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.